Kaputter Kopf, kaputte Fenster und eine neue Wohnung.

Umzugswoche! Und wie!

Wenn schon intensiv, dann gleich überall wo es irgendwie geht. Ist doch immer so. Ich wusste ja schon lange, dass ich umziehen werde. Dementsprechend habe ich mich auch frühzeitig, ganz entgegen meiner früheren Gewohnheiten, darauf vorbereitet und wann immer ich Lust hatte, Kisten gepackt, Fenster geschrubbt oder andere anfallende Arbeiten vorzeitig erledigt. Was für ein gutes Gefühl! Dann meint man nämlich, es könne sicherlich nichts Unerwartetes auftauchen.

Montag. Wochenendtag am See. Ein klassischer Hirn-ins-Glas-Tag, den ich mir zweimal pro Woche konsequent anzugewöhnen versuche. Eine andere Geschichte. Schlicht ein wunderbarer Tag.

Dienstag. Fenster putzen, Postumleitung organisieren, jenste Kisten packen, ein Bad im Fluss und gute Gefühle. Mehr als genügend Zeit. Voll im Plan.

Mittwoch. Müdigkeit. Kisten packen. Keramikherd schrubben. Und diesen beim Kochen wieder verschmutzen. Löcher in der Wand flicken. Erneutes Bad in der Aare. Komischer Druck im Kopf. Gewitter. Überlebt. Ebenfalls eine andere Geschichte. Einschlafen mit Kopfschmerzen.

Donnerstag. Kopfschmerzen. Migräne. Schmerz. Putzeimer neben dem Bett. Schmerz. Mehr output als input. Die To-Do Liste wächst mit den Schmerzen, während die verbleibenden Tage und Stunden linear abnehmen. Schmerz. Ein Wettlauf mit der Zeit. Verzweiflung. Schmerz.

Freitag. Ein Tag verbleibend vor dem Umzug. Noch immer Migräne. Jedoch Appetit. Endlich. Wenigstens für eine Banane und Salzstängeli. Kalte Dusche. Bad räumen. Pause. Vorhänge entfernen. Pause. Esswaren ausräumen. Pause. Und so weiter. Fast alles vorbereitet. Ausruhen. Langsam die Hoffnung auf den vorgesehenen Abschiedsabend begraben. Verzweiflung. Dann der Umschwung! Energie kommt zurück. Abschiedsabend findet statt. Kurze Nacht.

Samstag. Frühes Erwachen. Altpapier entsorgen. Brockigang. Verpflegung einkaufen. Schrank abbauen. Der Rest des Teams fährt ein. Beigen, schleppen und in zwei Busse füllen. Wird eine Fuhr reichen? Super Helfer. Sofa durch das Fenster. Klirr! Fenster kaputt. Naja. Liebe Mobiliar. Gegen Mittag Ankunft in Zürich. Möblierte Wohnung. Meine ganzen Möbel im Kellerabteil. Da kann jede Spinne einen Platz vergessen. Üblicher Energieschub nach der Migräne genau am richtigen Tag. Gegen halb zwei Essen mit den besten Helfern der Welt. Einräumen. Alles einräumen. Jawoll, alles. ALLES.

Sonntag. Frühes Erwachen nach einer schlaflosen ersten Nacht. Kopf wieder komplett gut. Dafür Schmerzen in allen Gliedern meiners Körpers, die irgendwie schmerzen können. Zug nach Aarau. Putzen, schrubben, saugen, singen, pfeifen. Gegen 12.45 Uhr alles geschafft. Heimkehr nach Zürich mit Putzeimer, gefühlt dreiunddreissig Taschen und einem Staubsauger. Zum Glück hat der Rollen und folgt so auf Schritt und Tritt durch die ganze Stadt. Wie ein Hund. Die Passanten lachen. Und stolpern fast darüber. Selber schuld. Ankunft daheim. Schlaf. Oder auch nicht. Aber flach.

Hallo Zürich!

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