Schreibblockade – Schreibblock ade!

Ihr habt vielleicht bemerkt (oder auch nicht), es ist momentan gerade etwas ruhig um meine Geschichten. Ob das gut ist, oder ob das schlimm ist, vermag ich selbst nicht zu beurteilen. Aber halt, eigentlich doch. Es ist durchaus schlimm – sehr sogar! Denn ich leide. Ich leide seit Tagen.

Ich stehe dazu und gebe euch nun bereitwillig eine meiner momentanen Schwächen bekannt: Ich habe eine Schreibblockade. Und zwar so richtig, ob man es glaubt oder nicht. Und es treibt mich in den Wahnsinn. Seit der letzten Geschichte, die unter meiner Lieblingskategorie „Titelspiel“ läuft, sind einige Tage vergangen und die Entwürfe für weitere Stories – ich gebe es zu, für EINEN EINZIGEN Titel – stapeln sich gefühlt zu Tausenden! Ein Wunder, dass mir mein Laptop noch nicht vom Schoss gehüpft ist um zu fliehen – so, wie ich auf den Tasten herumgehackt habe. Ein irrsinniges Huhn war ich. Ich muss doch schreiben – wie soll ich sonst leben, wenn das mein Atem ist?

Nun gut, nach einigen ausgiebigen Plantschereien im Selbstmitleid, einem engumschlungenen und heissen Tanz mit der Wut, kurz, nach einiger Zeit, um mir der Misere bewusst zu werden, kann ich jetzt endlich lösungsorientiert sein. Folglich beschäftigen mich nun zwei Fragen:

1. Was ist der Auslöser für die Schreibblockade?
2. Wie kann ich die Schreibblockade lösen?

1. Der Auslöser, da werdet ihr lachen, MUSS einer meiner Titelspender sein. Ich gratuliere ihm an dieser Stelle ganz herzlich, denn es ist tatsächlich der allerallererste Titel, den ich nicht umzusetzen schaffte bisher. Normalerweise setze ich mich hin, reflektiere kurz und beginne frisch fröhlich zu schreiben – und schwupps ist etwas entstanden. Aber dieser Titel entlockte mir genau vier Ideen, zwischen denen ich mich kaum entscheiden konnte, daraus resultierend drei halbe Geschichten und einen vollen Papierkorb mit langweiligem und unbrauchbarem Nichts. Und eine Schreibblockade. Eine der dicken und fetten Sorte. Eine, die mit dem Finger auf dich zeigt und fies und laut über dich lacht, bis sie kaum Luft bekommt und grässlich hustet. Ich bin ehrlich. Vermutlich geschah das, weil der Titelspender mir sehr nahesteht. Und weil er über „Story Telling“ wohl einige Universen mehr an Wissen aufweisen kann als ich. Also ist Respekt vor dem Titelspender der Auslöser? Herrje!
Aber sei es wie es ist, um mich selbst zu erlösen und mir gegenüber Gnade walten zu lassen, erlaube ich mir, den Titel auf einen grossen Zettel zu schreiben, diesen an meinen Spiegel zu pappen und ihn erst wegzunehmen, wenn die perfekte Story dazu entstanden ist. Ich lasse sie einen Moment lang aus, sozusagen. Neue Regel. Und ich verspreche euch, ich werde euch dann verraten, wer es war. Er erhält von mir einen Oscar. Nur schon für den grandiosen Titel!

2. Man sagt ja, man solle den Feind mit seiner eigenen Waffe schlagen. Anderseits soll man einen Kung Fu Meister nicht mit Kung Fu zu bekämpfen versuchen, sondern mit der Gabe, die man selbst erhalten hat. Welch paradoxe Angelegenheit. Was ich, zumindest ein bisschen, kann, ist: Schreiben! Hahaha, meine Damen und Herren, dies war de Witz des Tages in seiner vollen Pracht! Aber vielleicht funktioniert es ja. Vielleicht kann ich eine Schreibblockade lösen, indem ich über sie schreibe. Und seht her, was tue ich gerade? Ich schreibe! Und es sprudelt nur so aus meinen Fingern. Mein Laptop prustet fast los, so sanft liebkose und kitzle ich ihn mit liebevollen Streicheleinheiten.

Eine Leichtigkeit macht sich breit. Ich kann wieder schreiben. Und so kann ich mir die gerauften Haare wieder einpflanzen, die Delle in der Tischplatte (Ja, meine Faust ist aus stahl) wieder geradebiegen und endlich wieder mit erhobenem Kopf durch die Welt spazieren. Meine Welt, die wieder in Ordnung ist.

Und somit nehme ich das Spiel wieder auf. Und du, lieber ganz besonderer Titelspender des blockierenden Titels, wirst dich auf einen Text freuen können, der dich aus den Socken haut, irgendwann zwischen all den Texten, die nun noch folgen werden.

Ich freue mich!

Ein Kommentar zu „Schreibblockade – Schreibblock ade!

  1. Liebe Isabelle, deine Leserschaft freut sich über die Überwindung der Blockade. Alle Blockaden sind ja da, um überwunden zu werden. Gelingt dies nicht, erdrücken die Blockaden die Blockierten, das liegt in ihrer Natur.
    Das wäre bei deinen Schreibkünsten schlimm.
    Ich wünsche dir eine lockere Feder oder zeitgemässer eine gut geölte Tastatur.
    LIebe Grüsse Rainer

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